Eine interdisziplinäre Tanz-Performance über queere Liebe, Beziehung, Verbindung und Sexualität, abseits unserer gesellschaftlichen Norm
Ein Tisch, 2 Personen, ein Gespräch, viele Tische, viele Möglichkeiten: Die interdisziplinäre Tanz-Performance Queer Harmony zeigt die Geschichte einer queeren Beziehung, queerer Liebe, Verbindung und Sexualität abseits unserer gesellschaftlichen Norm. Frustration und Unsicherheit durch wegfallende Anhaltspunkte und nicht vorhandene Vorbilder spielen genauso eine Rolle in der Begegnung der beiden Figuren, wie auch die Freiheit und Lust darin, sich, die eigenen Körper und die eigene Verbundenheit neu zu verstehen und uns tatsächlich abseits aller Zuschreibungen zu begegnen. Doch wie?
Regie: Sheila Grießhaber, Jakob Jokisch
Text & Dramaturgie: JJ Herdegen
Produktionsleitung & Sound: Jakob Jokisch
Performance: Lina Hartmann, Sarah Plattner
Produktionsassistenz: Elisabeth Kriwolutski
Eine Performance produziert von Diversity Media e.V. in Koproduktion mit der Tafelhalle Nürnberg
Eine Lecture - Performance mit Höhen und Tiefen
Zwei Menschen haben einen gemeinsamen Theaterabend vorbereitet. Nur sind beide an einem anderen Thema dran: Der eine will das Geheimnis der Popmusik lüften, die andere glüht für neurowissenschaftliche Erkenntnisse und menschliche Verhaltensmuster.
Kenner und Neudegger feilschen im hohen Tempo um die Aufmerksamkeit des Publikums und entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten.
Sie schaukeln sich in die Kindheit zurück, als alles begann: mit bekannten Liedern, die das Belohnungssystem unseres Gehirns aktivieren und Erlebnissen, die sich bei uns eingebrannt haben.
Ein charmanter Abend, der unbedingt dazu einlädt, sich an die eigene musikalische Reise zu erinnern und zu erkennen, wie tief manche menschlichen Reaktionen sitzen. Es wird nicht verurteilt, sondern gefragt, gewundert, gesungen und versöhnt.
Idee: Manuela Neudegger
Regie: Jakob Jokisch
Mit: Florian Kenner, Manuela Neudegger
Licht und Audiodesign: Florian Kenner
Bühne & Kostüm: Andreas Wagner
Produktionsassistenz: Sarah Kotz
Fotos: (c)sebastian authenriet
Eine Instrumentalisierung des jungen Ensembles
PRMTHS 2020 ist eine professionell konzipierte theaterpädagogische Tanzproduktion, die im Rahmen eines mehrmonatigen, schulübergreifenden Arbeitsprozesses realisiert wurde. Unter der künstlerischen und organisatorischen Leitung erfahrener Tanz- und Theaterpädagog*innen entstand eine spartenübergreifende Inszenierung, die zeitgenössischen Tanz, szenische Elemente und kollektive Dramaturgie miteinander verband.
Die Produktion basierte auf einem strukturierten Proben- und Workshopkonzept, das externe Kooperationen – unter anderem mit dem Saarländischen Staatstheater – ebenso einbezog wie intensive Probenphasen vor Ort. Die inhaltliche Grundlage bildete der Prometheus-Mythos, der choreografisch und szenisch abstrahiert und in eine eigenständige Bühnenästhetik überführt wurde.
In der abschließenden Inszenierungsphase wurden die zuvor entwickelten choreografischen und performativen Sequenzen zu einer zusammenhängenden Bühnenproduktion verdichtet und in der Alten Feuerwache zur Aufführung gebracht. PRMTHS 2020 steht exemplarisch für professionelle theaterpädagogische Projektarbeit, in der künstlerische Qualität, präzise Organisation und eine klare inszenatorische Handschrift zusammengeführt werden.
Ein interdisziplinäres Schulprojekt zum Beethovenjahr
PRMTHS 2020ist eine professionell konzipierte theaterpädagogische Tanzproduktion, die im Rahmen eines mehrmonatigen, schulübergreifenden Arbeitsprozesses realisiert wurde. Unter der künstlerischen und organisatorischen Leitung erfahrener Tanz- und Theaterpädagog*innen entstand eine spartenübergreifende Inszenierung, die zeitgenössischen Tanz, szenische Elemente und kollektive Dramaturgie miteinander verband.
Die Produktion basierte auf einem strukturierten Proben- und Workshopkonzept, das externe Kooperationen – unter anderem mit dem Saarländischen Staatstheater – ebenso einbezog wie intensive Probenphasen vor Ort. Die inhaltliche Grundlage bildete der Prometheus-Mythos, der choreografisch und szenisch abstrahiert und in eine eigenständige Bühnenästhetik überführt wurde.
In der abschließenden Inszenierungsphase wurden die zuvor entwickelten choreografischen und performativen Sequenzen zu einer zusammenhängenden Bühnenproduktion verdichtet und in der Alten Feuerwache zur Aufführung gebracht. PRMTHS 2020steht exemplarisch für professionelle theaterpädagogische Projektarbeit, in der künstlerische Qualität und eine klare inszenatorische Handschrift zusammengeführt werden.
Ein Annäherungsversuch des Ensembles der Eifersüchtigen
Das Publikum soll sich verlieben. Herzen sollen gebrochen werden. Grenzen sollen gesteckt, überwunden, respektiert werden. Sicherheit soll gegeben und aufgegeben werden.
Es ist eine Annäherung an ein Gefühl und eine Abgrenzung zu dem Begriff „Gefühl“. Es ist die Suche nach dem Loswerden und dem Festhalten, nach großen Gefühlen und kleinen Abschieden Situationen, die wir mittragen und wann wir gehen müssen.
In Zusammenarbeit mit der thunis e.V. kommt eine Thema-Performance über „Eifersucht“ zur Premiere, deren Ziel es ist, die Liebe in einem Vortex aus Beziehungsratgebern, Wissenschaftsliteratur, Leidenschaft, Selbstdarstellung und echten Menschen zu finden.
Fotos: (c)Andrea Kremper
Die Performance eines Nachgesprächs auf dem Primeur-Festival Saarbrücken
Sechs Jugendliche betreten die Bühne – nicht als Darsteller*innen, sondern als selbsternannte Theaterkritiker*innen. In einer improvisierten Performance nehmen sie die realen Aufführungen des Festivals Primeursin Saarbrücken unter die Lupe. Mit scharfer Zunge, großen Gesten und viel Lust an der Überzeichnung schlüpfen sie in ihre unterschiedlichen Kritiker-Figuren: allwissend, verbittert, euphorisch, elitär oder gnadenlos subjektiv.
Sie diskutieren, zerlegen, loben und verwerfen das Gesehene – und legen dabei offen, wie Theaterkritik funktioniert, wo sie scheitert und welche Macht ihr zugeschrieben wird. Was ist ein „gutes“ Stück? Wer darf urteilen? Und wie viel Inszenierung steckt eigentlich schon im Kritikerblick selbst?
Zwischen Nachbesprechung, Rollenspiel und Meta-Kommentar entsteht ein spielerischer, kluger Abend, der das Festival spiegelt, befragt und lustvoll auf den Kopf stellt. Eine Performance über Theater, über Kritik – und über das Recht, sich eine Meinung zu bilden.
Eine Gamesperformance
Zwei Spielerinnen stehen als potentieller Avatar auf der Bühne und laden das Publikum ein, Teil einer Geschichte zu werden. Über Mausklicks auf einer eigens entwickelten Benutzeroberfläche begleiten sie gemeinsam mit den Zuschauenden eine Erzählung, die sich Schritt für Schritt entfaltet. Welche Heldin im Mittelpunkt steht und wie sich die Geschichte entwickelt, wird im Moment entschieden – im Austausch zwischen Bühne und Publikum
Zwischen Spiel, Performance und interaktivem Storytelling entsteht ein lebendiger Aushandlungsprozess. Das Publikum wird zum Kollektiv, das wählt, zweifelt, umdenkt – und Verantwortung übernimmt. Jede Entscheidung verändert den Verlauf, jede Klickbewegung hat Konsequenzen.
Die beiden Spielerinnen reagieren live auf die gewählten Optionen, verkörpern Figuren, kommentieren Wendepunkte und navigieren durch die Geschichte, die sich im Moment ihres Entstehens immer wieder neu formt. Die Performance fragt danach, wie Entscheidungen getroffen werden, wer erzählt – und was passiert, wenn Kontrolle geteilt wird. Ein Abend, der Theater in ein Spiel verwandelt und das Publikum zur treibenden Kraft der Erzählung macht.
Copyright @ JakobJokisch